Über mich
Der Weg bis hierher war nicht immer einfach für mich. Aber ich würde um keinen Preis der Welt etwas ändern wollen. Meine Erfahrungen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin und tue. Ich habe aus meinen Wunden "Superkräfte" und Fähigkeiten entwickelt.
Davon können meine Kunden heute profitieren.
Ich gehe mit dem Motto: Probleme sind Lösungen in der Warteschleife.
Meine Ansätze sind manchmal paradox und konfrontativ, dafür alltagsnah und hilfreich.
Kinder brauchen keine perfekten Erwachsenen – sie brauchen Menschen, die sie sehen
Wenn mich heute jemand fragt, warum ich Kinder- und Jugendcoach geworden bin, dann antworte ich oft:
Eigentlich wusste ich das schon mit neun Jahren.
Mit neun Jahren hatte ich den Wunsch, Kindern zu helfen. Kindern, die nicht gesehen werden. Kindern, die nicht verstanden werden. Kindern, die vielleicht das Gefühl haben, nicht richtig zu sein.
Damals konnte ich das noch nicht so benennen.
Heute weiß ich:
Ich wollte den Kindern helfen, denen es ging wie mir.
Und trotzdem war ich ein Kind voller Liebe.
Ein Kind, das an das Gute geglaubt hat.
Und ehrlich gesagt glaube ich bis heute daran.
Vielleicht, weil ich selbst erlebt habe, wie viel Kraft darin steckt, wenn auch nur ein Mensch an einen glaubt.
Ein Mensch, der nicht nur sieht, was schwierig ist.
Sondern auch das, was möglich ist.
Jemand, der nicht fragt: „Was stimmt mit dir nicht?“, sondern: „Was brauchst du?“
Jemand, der hinter das Verhalten schaut und erkennt, was in einem Menschen steckt.
Diese Erfahrung hat mein Leben geprägt.
Und sie prägt heute meine Arbeit.
Denn genau das wünsche ich Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Dass sie nicht auf das reduziert werden, was gerade schwierig ist.
Nicht auf Konflikte.
Nicht auf schlechte Tage.
Nicht auf Herausforderungen.
Sondern dass sie gesehen werden in dem, was sie mitbringen.
In ihren Stärken.
In ihren Fähigkeiten.
In ihrem Mut.
In ihrer Entwicklung.
Denn manchmal sind all diese wertvollen Dinge noch da – sie sind nur unter Sorgen, Stress und Alltagstrubel verborgen.
Und genau dort schaue ich hin.
Auf das, was wachsen möchte.
Auf das, was bereits gelingt.
Auf das, was Familien oft selbst nicht mehr sehen können.
Und damit sind wir schon mitten im Familienalltag.
Denn seien wir ehrlich:
Es gibt die großen Sorgen von Eltern.
Und dann gibt es die Spülmaschine.
Die nassen Handtücher auf dem Boden.
Die Schuhe mitten im Flur.
Die Jacke, die exakt 20 Zentimeter neben der Garderobe liegt.
Und die magische Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen, einen Teller bis ins Kinderzimmer zu transportieren – aber nicht wieder zurück.
Manchmal sitzen Eltern vor mir und erzählen diese Geschichten mit einer Mischung aus Verzweiflung, Erschöpfung und dem dringenden Wunsch, jemanden zu finden, der bestätigt:
„Ja, Ihr Kind macht das absichtlich.“
Und dann muss ich manchmal schmunzeln.
Denn meistens geht es gar nicht um die Spülmaschine.
Die Spülmaschine ist nur die Bühne.
Das eigentliche Stück spielt dahinter.
Dort, wo Bedürfnisse, Gefühle, Stress, Überforderung oder der Wunsch nach Selbstständigkeit wohnen.
Denn Kinder stehen morgens nicht auf und denken:
„Wie könnte ich heute meine Eltern möglichst effektiv in den Wahnsinn treiben?“
Auch wenn es sich an manchen Tagen verdächtig danach anfühlt.
Kinder haben gute Gründe für ihr Verhalten.
Und Erwachsene übrigens auch.
Das ist einer der wichtigsten Grundsätze meiner Arbeit:
Die Annahme des guten Grundes.
Nicht: Wer hat Schuld?
Sondern: Was steckt dahinter?
Nicht: Wie bekomme ich das Verhalten weg?
Sondern: Was möchte das Verhalten mir erzählen?
Denn hinter Wut steckt oft Überforderung.
Hinter Rückzug steckt manchmal Unsicherheit.
Und hinter einem genervten „Lass mich in Ruhe!“ steckt nicht selten die Hoffnung, dass jemand trotzdem bleibt.
Genau dort beginnt meine Arbeit.
Mit Neugier.
Mit Verständnis.
Und manchmal auch mit Humor.
Denn Familien brauchen nicht noch mehr Menschen, die ihnen sagen, was sie alles falsch machen.
Sie brauchen Menschen, die mit ihnen hinschauen.
Ohne Bewertung.
Ohne erhobenen Zeigefinger.
Und ohne die Erwartung, perfekt sein zu müssen.
Perfekte Familien kenne ich übrigens nicht.
Falls Sie eine finden, sagen Sie mir bitte Bescheid.
Ich würde sie gerne kennenlernen.
Vielleicht haben sie auch die einzige Spülmaschine Deutschlands, die sich von selbst ausräumt.
Was mich von vielen anderen unterscheidet?
Natürlich bringe ich fachliches Wissen mit.
Dieses Wissen basiert auf mehr als 25 Jahren Erfahrung als staatlich anerkannte Erzieherin, auf meiner Ausbildung zur Fachkraft für verstehensorientierte Supervision, Beratung und Coaching sowie auf zahlreichen Weiterbildungen in systemischem Coaching, Biografiearbeit, Traumapädagogik und Trauerbegleitung.
All diese Ausbildungen haben meinen Blick geschärft.
Sie haben mir Wissen vermittelt.
Sie haben mir Werkzeuge an die Hand gegeben.
Und sie helfen mir dabei, Menschen professionell und verantwortungsvoll zu begleiten.
Doch Fachwissen allein macht noch keine Verbindung möglich.
Deshalb gibt es etwas, das sich schwer in Zertifikate schreiben lässt.
Ich habe ein Gespür für das, was zwischen den Zeilen liegt.
Für das, was nicht ausgesprochen wird.
Für die Tränen, die hinter dem Lächeln versteckt werden.
Für die Unsicherheit hinter der Lautstärke.
Und für die Stärke, die Menschen oft selbst noch gar nicht sehen können.
Ich höre nicht nur Worte.
Ich höre Geschichten.
Und ich versuche, diese Geschichten so sichtbar zu machen, dass Menschen sich verstanden fühlen.
Fachwissen zeigt mir mögliche Wege.
Die Menschen, die vor mir sitzen, zeigen mir, welcher davon der richtige für sie ist.
Oft bin ich dabei eine Art Dolmetscherin.
Eine Dolmetscherin für Kind-Eltern-Kommunikation und Eltern-Kind-Kommunikation.
Ich helfe Kindern dabei, verstanden zu werden.
Und Eltern dabei, wieder zu hören, was hinter den Worten und dem Verhalten ihres Kindes steckt.
Denn Entwicklung beginnt dort, wo Menschen sich sicher fühlen.
Und wissen Sie, wer in all dem oft vergessen wird?
Die Eltern.
Wir leben in einer Welt, die unglaublich defizitorientiert geworden ist.
Überall gibt es Ratschläge.
Tipps.
Meinungen.
Und oft auch ungefragte Experten.
Eltern bekommen ständig erklärt, was sie noch besser machen könnten.
Noch geduldiger.
Noch konsequenter.
Noch gelassener.
Noch achtsamer.
Noch perfekter.
Und irgendwann verlieren viele den Blick dafür, was sie eigentlich längst jeden Tag leisten.
Ich erlebe Eltern, die lieben.
Die sich sorgen.
Die kämpfen.
Die wachsen.
Die Fehler machen und trotzdem jeden Tag wieder aufstehen und ihr Bestes geben.
Deshalb schaue ich nicht nur auf Herausforderungen.
Ich suche nach Ressourcen.
Nach Stärken.
Nach dem, was bereits da ist.
Denn oft erzählen mir Familien zwanzig Minuten lang, was alles nicht funktioniert.
Und dann frage ich:
„Was funktioniert denn eigentlich schon gut?“
Und plötzlich wird es still.
Nicht weil es nichts gibt.
Sondern weil wir verlernt haben, hinzuschauen.
Dabei liegt genau dort so viel Kraft.
Denn Entwicklung entsteht nicht nur dort, wo wir Probleme betrachten.
Sie entsteht auch dort, wo wir erkennen, was bereits gelingt.
Kinder sollen bei mir lernen, sich Gehör zu verschaffen.
An sich zu glauben.
Ihre Gefühle ernst zu nehmen.
Für ein gutes Miteinander einzustehen.
Und gleichzeitig auf sich selbst zu achten.
Denn unsere Welt braucht keine Kinder, die perfekt funktionieren.
Sie braucht Kinder, die wissen, wer sie sind.
Deshalb wünsche ich mir auch, dass wir Coaching neu denken.
Viele Menschen glauben, Coaching sei erst dann sinnvoll, wenn die Probleme riesengroß geworden sind.
Wenn die Konflikte eskalieren.
Wenn alle erschöpft sind.
Wenn man nicht mehr weiterweiß.
Aber Coaching ist für mich ein bisschen wie eine Wanderung.
Man muss nicht erst warten, bis man sich völlig verlaufen hat.
Manchmal reicht ein kurzer Blick auf die Karte.
Eine neue Perspektive.
Oder jemand, der ein Stück des Weges mitgeht.
Dann wird aus Unsicherheit wieder Orientierung.
Genau so verstehe ich Coaching.
Nicht als letzte Rettung.
Sondern als Möglichkeit, Entwicklung bewusst zu begleiten.
Als Raum für Wachstum.
Für Verständnis.
Für Verbindung.
Nicht weil etwas kaputt ist.
Sondern weil etwas wachsen darf.
Eines meiner Lieblingszitate begleitet mich seit vielen Jahren:
„Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.“
Gerade in den Momenten, in denen Kinder uns herausfordern, liegt oft die größte Chance für Verbindung.
Und vielleicht dürfen wir uns selbst manchmal an dieses Zitat erinnern.
An den Tagen, an denen wir genervt sind.
An den Tagen, an denen wir zweifeln.
An den Tagen, an denen wir das Gefühl haben, alles falsch zu machen.
Denn hinter jedem Verhalten steht ein Mensch.
Hinter jedem Menschen eine Geschichte.
Und hinter jeder Geschichte steckt die Sehnsucht, gesehen zu werden.
Kinder.
Eltern.
Familien.
Und wenn ich heute zurückschaue, dann wird mir etwas bewusst:
Schon als Kind habe ich an Familienfrieden geglaubt.
Vielleicht nicht immer, weil ich ihn erlebt habe.
Aber weil ich ihn mir gewünscht habe.
Weil ich gespürt habe, wie wertvoll es ist, wenn Menschen sich verstehen.
Wenn sie sich zuhören.
Wenn sie sich gesehen fühlen.
Heute bin ich die Frau geworden, die Familien dabei unterstützt, genau das zu stärken.
Verbindung wiederzufinden, wenn sie verloren gegangen ist.
Verständnis wachsen zu lassen, wo vorher Missverständnisse waren.
Und das Gute sichtbar zu machen, das oft schon längst da ist.
Denn Familien brauchen keine Perfektion.
Sie brauchen Beziehung.
Sie brauchen Verständnis.
Sie brauchen Menschen, die bereit sind, hinzuschauen.
Und manchmal brauchen sie jemanden, der sie daran erinnert, was in ihnen bereits steckt.
Genau dafür gehe ich jeden Tag los.
Mit Herz.
Mit Humor.
Mit Fachwissen.
Und mit dem tiefen Glauben daran, dass ein friedliches Miteinander keine Utopie ist.
Sondern etwas, das wachsen kann.
Schritt für Schritt.
Gespräch für Gespräch.
Mensch für Mensch.